Darsteller:
Salma Hayek, Alfred Molina, Geoffrey Rush, Valeria
Golino, Antonio Banderas
Sie waren
das wohl schillerndste Paar, das die Kunstgeschichte je gesehen hat:
der berühmte Freskenmaler und Salon-Kommunist Diego Rivera (Alfred
Molina) und die Ausnahme-Malerin Frida Kahlo (Salma Hayek). Zusammen
lebten sie eine der aufregendsten und unkonventionellsten Liebes-
und Lebensgeschichten des vergangenen Jahrhunderts. Das
Gefühlschaos dieser Ehe, die zahlreichen Liebschaften mit Männern
und Frauen, ihre unbändige Lebenslust und die Farbenpracht Mexikos
- all das schlägt sich in Frida Kahlos einmaligem kreativen
Schaffen nieder und macht sie zu einer der ausdrucksstärksten und
bildgewaltigsten Malerinnen aller Zeiten.
Wo fängt man bei solch einem Film überhaupt mit der Kritik an? Am
besten bei den Schauspielern: Salma Hayek (die für mich persönlich
immer schon eine der tollsten Frauen der Welt ist) hatte bis zu
diesem Film eigentlich nie die Gelegenheit zu zeigen, welches
schauspielerisches Talent in ihr steckt. Dieser Film dürfte aber
wirklich jeden überzeugen. Ich
habe mir nach diesem Film, den ich mir eher "einfach so"
mal angeschaut habe, direkt die Biographie der Frida Kahlo gekauft,
da mich diese Malerin so wahnsinnig interessiert hat.
Und
wirklich bis ins Detail wurde sie von Salma Hayek verkörpert. Eine
wahnsinnig temperamentvolle, traurige, starke, verletzliche, aber
immer lebensbejahende Persönlichkeit. Ebenso wird der Diego Rivera
von Alfred Molina so hinreißend gespielt, daß man den
Schauspielern diese große Liebe absolut abnimmt. Auch die
Nebenrollen und Kurzauftritte sind so spektakulär, weil natürlich
gespielt, daß man immer weiter zuschauen möchte. Diese sind
besetzt von der faszinierenden Valeria Golino, Edward Norton,
Antonio Banderas, Geoffrey Rush, Ashley Judd, um nur einige zu
nennen. Dann natürlich die Ausstattung: tolle Kostüme, wahnsinns
Kulissen und Ausstattung... der Zuschauer befindet sich wirklich in
diese Zeit versetzt. Hinzu kommt natürlich die fantastische
Kameraarbeit und nicht zuletzt die Spezialeffekte. Moment mal:
Spezialeffekte bei einer biographischen Erzählung über eine
Malerin? Genau! Es ist einfach der Hammer, zu sehen, wie die
eigenartigen Meisterwerke der Kahlo im Film in die Realität
übergehen und umgekehrt. Letztendlich rundet die mit einem Oscar
prämierte Musik den Film auf besondere Weise ab. Ich nehme
hier sicher nichts vorweg, wenn ich vom Tod der Malerin spreche,
jedoch die Art und Weise, wie die Hauptdarstellerin den
beschwerlichen Weg dahin darstellt, ist so toll, daß man am Ende
des Films wirklich nicht weiß, ob man weinen möchte oder einfach
glücklich sein soll. Ich denke, dieser Film ist einfach ein
absolutes MUSS und die Doppel-DVD enthält noch viel Bonusmaterial
wie ein Portrait der Künstlerin, Interviews mit Salma Hayek,
Regisseurin Julie Taymor, Aufnahmen zu Salma Hayeks Lied, einem der
Höhepunkte des Films und vieles mehr! (S. Borys)