Über einer älteren Clemenskirche wurde zwischen 1200 und 1260 nach einheitlichem Entwurf ein dreitürmiger Neubau mit östlicher Chorhalle und dreischiffigem Langhaus errichtet. St. Kunibert ist die jüngste der romanischen Kirchen Kölns und auch die einzige einheitlich romanische Kirche. Zur mittelalterlichen Ausstattung zählen u.a. ein Zyklus von Glasfenstern der Zeit um 1250 sowie Wandmalerein und Skulpturen des 13. bis 15. Jahrhunderts. Der Grundstein wurde 1215 gelegt, geweiht wurde die Kirche 1247 (ein Jahr vor der Grundsteinlegung für den gotischen Kölner Dom) dem 1168 heiliggesprochenen Kunibert. Mehrfach stürzte der Turm der Kirche ein, spektakulär im Jahre 1830, zuletzt 1943/44 nach Bombentreffern. Erst in den 1990er Jahren war der Wiederaufbau des Westwerkes beendet.