St. Georg ist die einzige erhaltene Säulenbasilika des Rheinlandes. Außerhalb der Römerstadt wurde 1056 unter Erzbischof Anno II. ein Chorherrenstift gegründet, dessen Kirche im Jahr 1067 geweiht wurde. Tiefgreifende Umgestaltungen des salischen Baus erfolgten im 12. Jahrhundert. Der wehrburgartige Westbau (um 1188) besteht aus fast 5 Meter dicken Trachytmauern. Wenig später entstand der staufische Westturmchor. Nach schweren Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurde der Zustand des 12. Jahrhunderts durch Restaurierungen wieder hergestellt. Außen schließ die staufische Westanlage den einfachen Kirchenbau mit den Rundbogenfenstern zur Severinstraße ab. Den Eingang bildet heute die Nordvorhalle, der letzte Rest eines Verbindungsganges zwischen der Stiftskirche St. Georg und der nördlich von ihr gelegenen Pfarrkirche St. Jakob, die aber nach der Säkularisierung des Stifts abgerissen wurde. Besonderes sehenswert ist das berühmte Pestkreuz, ein Gabelkruzifix aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, und ein Fensterzyklus von Johan Thorn Prikker (um 1930).