| Räächssverdriher |
Eine scherzhafte Bezeichnung für einen Rechtsanwalt, aber eher ein
Schimpfwort für Menschen die das Recht zu ihren Nutzen beugen. |
| Raafalles, Raafzant |
Bezeichnung für einen gierigen, habsüchtigen Menschen, der alles an
sich reißt. |
| Rabau |
Gemeint ist ein gewalttätiger Mensch, also ein absoluter Wüstling. Es
gibt im Kölschen aber verschiedene Abstufungen: Der "kölsche Rabau"
ist eigentlich einer ganz normaler Kölner, der lediglich sehr ausgelassen
und übermütig ist und ständig den Schalk im Nacken hat. Das "Rabäuche"
bezeichnet den Nachwuchs dieses etwas rücksichtslosen Menschen. Der
"Prinzrabau" allerdings treibt es mit der Gemeinheit und
Rücksichtslosigkeit definitiv zu weit. |
| Radiesje |
So wird in Köln ein sehr attraktives Mädchen bezeichnet, weil es die
Merkmale eines Radieschen trägt: knackig, rund und ein bißchen scharf! |
| Rammel, Remmel |
Bezeichnet einen Menschen, der keine Manieren hat, sich nicht benehmen
kann und sehr ungehobelt ist. |
| Rampespuddel |
Hiermit wird eine garstige und unanständige Frau bezeichnet. |
| Rappelendames |
Bezeichnung für einen sehr ungestümen und rauhbeinigen Menschen, der
hinter sich wieder alles umhaut, was er vorne aufgebaut hat. Auch: "Rubbelendores,
Rubbelekanes". |
| Rappekopp |
Hier werden gerne Vergleiche mit einem alten Professor herangezogen, der
etwas verwirrt, schrullig und zerstreut ist. |
| Räsoneres |
Bezeichnung für Menschen, die nichts anderes können als nörgeln,
meckern, belehren und Vernunft predigen. |
| Ravenoos |
Gemeint sind Frauen, die hinterhältig, gemein und durchtrieben sind
(Luder). |
| Reihreeme |
Wörtlich: Schnürriemen! Natürlich sind hiermit dünne und lange
Menschen gemeint. |
| Renommeerstengel |
Bezeichnet sowohl Männer als auch Frauen, die nur sich selbst kennen,
lieben und toll finden. Sie sind absolut von sich überzeugt. |
| Rebbejespens |
Personen, die so dünn sind, daß es schon fast an Magersucht grenzt.
Sie sehen also aus, wie klapprige Gerippe (Gespenster). |
| Retz |
Bezeichnung für Angsthasen, die vor ihrem eigenen Schatten davonlaufen. |
| Retzjesfäjer |
Ein überpenibler Mensch, der jede noch so kleine Ecke ausfegt, wischt
und mit Desinfektionsmittel aussprüht. Weibliches Gegenstück: "Putzdüvel"
(Putzteufel). |
| Reuz |
Wörtlich: Rückentragekorb. Jetzt eher Rucksack. Hier wird also sehr
roh, aber dennoch scherzhaft ein Buckel zur Bezeichnung einer ganzen
Person herangezogen. |
| Rhingkadett,
-rabau, -roller |
Damals waren dies die Gelegenheitsarbeiter im Kölner
Rheinauhafen.
Diese waren sehr wüst, rauf- und angriffslustig. Die Berufe gibt es zwar
heute nicht mehr, aber die Charakterzüge treffen bei einigen Männern
immer noch zu. |
| Rickpäd |
Wörtlich: Reitpferd. Mal wieder eine Bezeichnung für eine robuste
Frau. |
| Rievkoochejeseech |
Wörtlich: Reibekuchengesicht. Bezeichnung für jemanden, dessen Gesicht
sehr rauh und pockennarbig ist und hier mit einem Reibekuchen verglichen
wird. |
| Rollebatz |
Bezeichnung für alte Menschen, die heutzutage völlig vergessen haben,
daß sie damals auch mal wild, ausgelassen und laut gewesen sind. |
| Rölleköll |
Diese Bezeichnung hat zwei verschiedene Bedeutungen. Einerseits ist
hiermit ein wildes, ausgelassenes Kind gemeint, andererseits eine
willensstarke und voll emanzipierte Frau. |
| Rölzje |
Ein sehr wildes, kleines Mädchen, welches vom Verhalten her besser ein
Junge geworden wäre. |
| Roppjung, Roppsack |
Solch einen frechen, nichtsnutzigen und rohen Jungen wollen die
kölschen Mädchen sicher nicht haben. |
| Rotzblach |
Bezeichnung für ein vorlautes und freches Mädchen. |
| Rotzjung |
Das Äquivalent zu "Rotzblach". |
| Rubbelkanes |
Bezeichnung für einen hektisch auftretenden, Unruhe verbreitenden
Menschen. |
| Rüffje |
Eine sehr rauhe und rohe Frau, mit der man sich besser nicht abgibt. |