| Pack |
Sehr abwertende Bezeichnung für eine Ansammlung von unangenehmen, unter
dem Niveau liegenden Menschen. |
| Päckelchesdräjer |
Gemeint ist ein Radfahrer und Schleimer in seinem Beruf, den seine
Arbeitskollegen beim besten Willen überhaupt nicht leiden können. |
| Päd, hölzern |
Wörtlich: Hölzernes Pferd. Spöttisch für eine steife, tollpatschige
Person. |
| Pädche |
Gemeint ist hier ein leckerer kleiner Bissen, vom französischen "pièce"
(Stück). Im übertragenen Sinn ist hiermit ein feistes Mädchen gemeint,
welches zum Anbeißen lecker ist. |
| Pädsdoktor |
Bezeichnet einen sehr groben Arzt, der seine Patienten
anfaßt, als
seien sie Pferde. |
| Pädsschinder |
Wörtlich: Pferdeschinder. Bezeichnet einen Rohling. |
| Pannekochejeseech |
Wörtlich: Pfannkuchengesicht. Hiermit ist natürlich eine Person
gemeint, die ein sehr rundes, vielleicht sogar etwas aufgedunsenes Gesicht
hat. |
| Pappnas |
Als Pappnase werden in Köln nette und harmlose Dummchen bezeichnet. |
| Parkemo, Parkemoder |
Puffmutter, sie auch "Oöhäldersch". |
| Parkeva |
Gemeint ist der Inhaber eines Bordells. Ist aber ebenso eine sehr derbe
Beschimpfung für einen ständig fremdgehenden Ehemann. |
| Pattervurel |
Wörtlich: Papierdrachen! Die flatternde Erscheinung des Papierdrachens
stand Pate für die Bezeichnung einer älteren Dame, die mit wallenden
Gewändern, sowohl wichtig als auch gewichtig in den Raum flattert. |
| Peetsch |
Bezeichnung für einen außerordentlich zimperlichen Menschen, der
ständig das Gefühl hat, andere wollten ihm ins Fell zwicken. Diese
Person ist immer sehr korrekt angezogen. Bei kleinen Kindern reicht es
schon, schlecht zu essen, um zu bezeichnet zu werden. |
| Peffernas |
Wörtlich: Pfeffernase. Bezeichnet eine eingebildete und hochnäsige
Person. |
| Peffersack |
Früher wurden die Kaufleute so bezeichnet, die durch den aufstrebenden
Gewürzhandel ein schnelles Vermögen gemacht haben. Heutzutage werden
Emporkömmlinge so benannt. |
| Peijass |
Gemeint ist ein läppischer Mensch, der sehr albern ist und ständig
Clownereien aufführt, wie ein Hanswurst, sich dabei aber absolut
lächerlich macht. |
| Pellendresser |
Wenn man auch den Apotheker neben "Pellendriher" scherzhaft so
bezeichnet, ist aber eher eine Kleinigkeitskrämer gemeint. |
| Penn, enjebilte |
Abgeleitet von "Penn" (Nagel, Stift) ist hiermit eine
hochnäsige Person gemeint. |
| Penningsknüver |
Gemeint ist ein Pfennigfuchser, also ein Geizkragen. |
| Pestejienackelslömmel |
Dies ist ein ganz hartes Schimpwort, das man einem Lümmel nachruft, dem
man wegen seiner derben Streiche die Pestilenz oder gar den Tod an den
Hals wünscht. |
| Pief, Piefekopp |
Hohle Gegenstände werden grundsätzlich als Pfeife angesehen. So also
das Ofenrohr, die Orgel- oder die Tabakspfeife, die engen Hosenbeine einer
Jeans und sogar die Luftröhre. Bei Menschen, deren Kopf hohl ist, trifft
dieser Begriff genauso zu. |
| Pilarenbützer |
Gemeint ist ein Scheinheiliger, der vor lauter Frömmgikeit jeden "Pilarehellije"
(Säulenheiligen) demütig "bütz" (küßt). |
| Pimock |
Allgemein wird mit diesem Wort jeder nicht in Köln Geborene bezeichnet,
der durch seine Sprache und sein Verhalten als unkölsch auffällt.
Zusammen mit "schäl" (schielend) bezeichnet es einen schuftigen
Kerl. |
| Pitter, knüsselije |
Bezeichnung für einen sehr unordentlichen, fast schon schlampigen
Menschen. |
| Plaatekopp |
Ein Mann mit Glatze, hat auf seinem Kopf nur noch eine Platte zu bieten.
In Köln wird in solchen Fällen sehr gerne die "Plaat" als
Attribut dem Familiennamen beigefügt, also z. B. "de Meiers Plaat"! |
| Plackfisel |
Als Plack bezeichnet man in Köln etwas Unangenehmes, einen Ausschlag,
der, besonders wenn er im Gesicht auftaucht, höchst ekelig ist. Ebenso
sind auch die Menschen, denen man dieses Schimpfwort an den Kopf wirft
schuftig, filzig, gemein und schäbig. Auch: Plackfooz, Plackkopp,
Plackmuul, Plackschnüss! |
| Platschjeseech |
Bezeichnet mal wieder das runde Gesicht eines Menschen und den Menschen
mit diesem selbst. |
| Pluutekopp |
Wörtlich: Lumpenkopf! Hier sind aber nicht die Lumpen aus Stoff
gemeint, sondern eher eine katastrophale Frisur. Ein schlecht frisiertes
Mädchen, welches auch noch übermäßig viel Schminke aufgelegt hat, wird
also so bezeichnet. |
| Pöllche, mobbelich |
Wörtlich: Küken! Ein junges, rundliches bis molliges, überaus gern
gesehenes Mädchen wird gerne so genannt. |
| Pöözer |
Bezeichnung für Kinder und Erwachsene, die ständig in Zimmer hinein-
und hinauslaufen und dabei natürlich ununterbrochen "Pooze"
(Türen) auf- und zuschlagen. |
| Preziosa, Preziösje |
Bezeichnet Frauen oder Mädchen, die sich gerne mit kostspieligem
Schmuck behängen, eitel, stolz und anspruchsvoll sind. |
| Preußekopp |
Ein verächtlicher Ausdruck für eine überkorrekte Person. |
| Prick, Pritsch |
Ein herablassender Ausdruck für ein sprödes Frauenzimmer, welches
allerdings ein sehr lockeres Leben führt. |
| Print |
Die Printen sind ja bekanntlicherweise ein Weihnachtsgebäck. Wer
allerdings so bezeichnet wird, verhält sich sehr steif und langsam. |
| Print, schäle |
Wörtlich: Schielende Printe. Dieses Schimpfwort ist allerdings
unübersetzbar. Man benutzt es einfach für jeden, den man nicht mag. |
| Printemann |
Als Steigerung von "Print" ist dieser Mensch dazu auch noch
ungesellig und eingebildet. |
| Prinzrabau |
Ein "Rabau" ist ein roher, schamloser und rücksichtsloser
Schuft. In Verbindung mit Prinz ist dieser unliebsamer Zeitgenosse auch
noch gewalttätig. Ein Einzelfällen kann es sich jedoch auch um einen
Kosenamen für einen kleinen, schelmenhaften Jungen handeln. |
| Prötteler |
Bezeichnung für einen absolut schlechtgelaunten Murrkopf. |
| Prozenteschlucher |
Gemeint ist der unlautere Geldverleiher, der mit überhöhten Prozenten
sein Geld verdient, sozusagen die Prozente "schluch"
(erschleicht). |
| Prumm |
Wörtlich: Pflaume! Bezeichnung für einen Kerl, der sich durch
schlechtes Benehmen hervortut. |
| Prummebützer, Prummestricher |
Wenn man das Wort "Prumm" (also Pflaume) sehr vulgär als
Bezeichnung für das weibliche Geschlechtsteil sieht, ist hier natürlich
eigentlich recht harmlos ein Mann gemeint, der jeder Frau hinterherjagt. |
| Prummekacker |
Wörtlich:
Pflaumenkacker. Bezeichnet eine absolut initiativlose und
langweilige Person. |
| Prümm |
Verächtliche Bezeichnung für einen Penner, der absolut versoffen ist.
In nicht so scharfer Form wird auch ein wenig männlicher, ewig schlecht
gelaunter Jammerlappen so genannt. |
| Puhahn, Puhohn |
Wörtlich: Pfau! Gemeint sind Männer und Frauen (Hahn und Huhn), die
sehr stolz, fein zurechtgemacht und ständig auf Wirkung bedacht durchs
Leben gehen. |
| Pumadehengs |
Zu eitle Männer, die der Meinung sind, mangelnde Ausstrahlung durch zu
viel Pomade ersetzen zu können, werden so genannt. |
| Pusseerstengel |
Die meisten jungen, liebeshungrigen Menschen haben gerne eine Liebelei
(pusseere,
karesseere jän). Gemeint ist also der junge Mann, der nichts als die
Liebe im Sinn hat. |