Das Hochwasser am Rhein tritt in der Regel im Winter, in den Monaten Januar und Februar auf, wenn die Schneeschmelze mit anhaltenden Niederschlägen zusammenfällt. Unsere Legende der Pegelstände in Köln reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück.
Der Kölner Pegelstand wird ständig am Pegelturm des Rheinufers gemessen. Ein Schwimmkörper im Turm überträgt den aktuellen Wasserstand auf die am Turm angebrachte Pegeluhr und gleichzeitig auf eine elektrische Datenaufzeichnung.
Der "normale Pegelstand", das heißt, der über ein ganzes Jahr gemittelte Wasserstand des Rheins, liegt zur Zeit bei 3,55 Meter. Ein Hochwasser, wie zum Beispiel im März 2001, mit einem Pegelstand von ca. 9 m liegt also fast 5,5 m über dem durchschnittlichen Wasserstand. Der Nullpunkt des Pegels Köln liegt 34,98 Meter über dem Meeresspiegel. Das bedeutet aber nicht, dass kein Wasser mehr im Rhein ist, sondern dass eine Fahrrinne von mindestens 150 m Breite noch mindestens einen Meter tief ist. Der niedrigste Pegelstand in Köln wurde bisher 1947 gemessen und lag bei 0.83 Metern. 2003 wurde dieser Stand mit 0,50 Metern noch unterschritten.
Der Rheinpegel von 1374 bis 2003
Jahr
Wasserstand
1374
10,35 m
Erster überlieferter Hochwasserstand in Köln.
1784
13,55 m
Höchster Pegelstand in Köln's Geschichte, und damit das höchste jemals in Köln gemessene Hochwasser. In Köln und Mühlheim starben 63 Menschen in den Fluten.
1850
10,28 m
1882
10,53 m
Am 29.11.1982 (mit einer extremen Geschwindigkeit von 2m in 24 Std.).
1920
10,59 m
Am 16.01.1920.
1924
09,77 m
1926
10,70 m
Am 01.01.1926.In diesem Jahr regnete es Im Januar fünf mal so viel wie im Durchschnitt. Das Ereignis ging als Jahrhunderthochwasser in die Geschichte ein. Im Januar 1926 ereignete sich ein Hochwasser. Es sollte vielen lange Zeit in Erinnerung bleiben. Es fiel fünfmal so viel Regen wie normal und der Rhein stieg auf eine Rekordhöhe von 10,69 m. Das Ereignis ging als das Jahrhunderthochwasser in die Geschichte ein.
1930
09,13 m
1944
09,12 m
1945
09,01 m
1946
09,32 m
1947
00,83 m
Niedrigster Pegelstand in Köln's Geschichte.
1948
10,41 m
Die Reste der zerbombten Brücken behinderten damals den Abfluss des Reinwassers.
1955
09,70 m
1958
09,33 m
1970
09,87 m
1980
09,31 m
1982
10,53 m
Am 29.11.1982.
1983
09,96 m
Am 29.05.1983. Eines der seltenen Hochwasser im Sommer, die nur ca. alle 290 Jahre zu erwarten sind.
1988
09,94 m
Ende März erreicht der Rhein einen Pegelstand von 9,94 m. Die Altstadt bleibt jedoch vom Hochwasser verschont.
1993
10,63 m
Jahrhunderthochwasser zur Weihnachtszeit. Nicht die Schneeschmelze sondern Regenrekorde im Monat Dezember führten zu diesem Hochwasserrekord.
1995
10,69 m
Jahrhunderthochwasser im Januar. Anhaltende Regenfälle und die beginnende Schneeschmelze in den Mittelgebirgen in den ersten Tagen des neuen Jahres ließen den Rhein auf die Rekordhöhe des 20. Jahrhunderts steigen.
1998
09,49 m
Hochwasser Anfang November aufgrund von ausgiebigen Regenfällen in Süd- und Südwestdeutschland.
2001
09,38 m
Hochwasser im März. Der Grund: Tauwetter in den Alpen und Mittelgebirgen und ausgiebige Regenfälle.
2002
08,56 m
Hochwasser Ende Februar wegen ausgiebiger Regenfälle.
2003
09,71 m
Trotz schlimmer Befürchtungen wurde die
Altstadt Anfang Januar nicht überschwemmt
2003
00,80 m
Das historische Niedrigwasser von 1947
wird unterboten. So viel Durst hatte der Rhein noch nie. Bei
Hochwasser fließen ca. 10 Mio. Liter an Köln vorbei. Im September
2003 waren es gerade mal 500.000 Liter.
2005
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11. Oktober 2005, Grundsteinlegung am
Fischmarkt in der Kölner Altstadt für den Beginn der Baumaßnahmen
der neuen Hochwasserschutzmauer. 11,30
Meter wird Schutzmarke für die Altstadt.
Mit Normal- oder Mittelwasser bezeichnet man einen Pegel von 3,55m (Kölner Pegel). Das entspricht einer Wassermenge von 2.250 Kubikmeter in der Sekunde (225.000 Eimer Wasser). Bei den letzten beiden "Jahrhunderthochwässern" 1993 (10,63 m) und 1995 (10,69 m) flossen 10.900 Kubikmeter die Sekunde durch den Rhein (1.090.000 Eimer Wasser, und das jede Sekunde!).